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Das Kavanagh-Gebäude, ein Wohnhochhaus in Retiro an der Plaza San Martín
Brücke, Turm & ModernBuenos Aires und Umgebung

Kavanagh-Gebäude, der Turm, der Lateinamerika überragte

Das Kavanagh-Gebäude ist ein 120 Meter hohes Wohnhochhaus an der Calle Florida 1065, gegenüber der Plaza San Martín im Stadtteil Retiro von Buenos Aires. 1936 eröffnet, war es über ein Jahrzehnt lang das höchste Gebäude Lateinamerikas und ist bis heute eine Ikone der Stadt: ein idealer Stopp für alle, die wissen wollen, was man in Retiro sehen kann.

Einer Legende nach ließ eine Millionärin diesen Turm bauen, um einer adligen Familie den Blick auf ihre Kirche zu versperren, weil sie die Verlobung ihrer Tochter abgelehnt hatte. Die Quellen halten das für unwahrscheinlich, doch die Geschichte lebt.

WoCalle Florida 1065, an der Plaza San Martín, Stadtteil Retiro, Buenos Aires
ArtWohnhochhaus aus Stahlbeton, Art déco und Rationalismus (1934-1936)
Ideal fürModerne Architektur, Stadtgeschichte und alle, die wissen wollen, was man in Retiro sehen kann
AnreiseIm Zentrum von Buenos Aires an der Plaza San Martín; es ist ein Wohnhaus und wird deshalb von der Straße aus bewundert

Die Geschichte des Kavanagh-Gebäudes

Das Kavanagh-Gebäude geht auf Corina Kavanagh zurück, eine wohlhabende Grundbesitzerin irischer Abstammung, die den Turm finanzierte und ihm ihren Namen gab. Nach den englischen, italienischen und portugiesischen Quellen verkaufte sie zwei Estancias, um ihr eigenes Hochhaus an der Plaza San Martín im Stadtteil Retiro zu errichten.

Entworfen wurde es 1934 vom Büro Sánchez, Lagos y de la Torre mit den Architekten Gregorio Sánchez, Ernesto Lagos und Luis María de la Torre, gebaut vom Ingenieur Rodolfo Cervini. Die Stahlbetonstruktur ging an die Empresa Argentina de Cemento Armado (E.A.C.A.), auf Grundlage eines Vorentwurfs des Tragwerksingenieurs Carlos Laucher; die endgültige Planung führte das technische Büro der Firma unter Ingenieur Fernando Schwarz aus. Die Arbeiten begannen am 16. April 1934, und am 3. November desselben Jahres erreichte das Tragwerk seine volle Höhe. Die Quellen sprechen von nur vierzehn Monaten Bauzeit.

Noch während des Baus wurde 1934 im oberen Teil der Fassade ein mehrere Stockwerke hohes weißes Kreuz angebracht, zu Ehren des Internationalen Eucharistischen Kongresses, der in jenem Jahr in Buenos Aires stattfand. Am 3. Januar 1936 wurde der Turm eröffnet: Mit 120 Metern war er bis 1947 das höchste Gebäude Lateinamerikas, bis ihn das Edifício Altino Arantes in São Paulo übertraf, und eine der höchsten Stahlbetonstrukturen seiner Zeit.

Die gestufte Form mit symmetrischen Rücksprüngen, die den städtischen Bauvorschriften folgten, schuf Dachgärten auf den oberen Etagen. Die strengen Linien, der Verzicht auf Fassadenschmuck und die großen prismatischen Baukörper machen das Haus zu einer Synthese aus Rationalismus und Art déco und gelten als Höhepunkt der frühen Moderne in Argentinien. Durch seine Ausrichtung erinnert der Bug an ein Schiff, das zum Río de la Plata ablegen will.

Da die Wohnungen für die gehobene Mittelschicht gedacht waren, wurde nicht gespart: Alle 105 Wohnungen hatten eine zentrale Klimaanlage der amerikanischen Firma Carrier, zwölf Otis-Aufzüge und modernste Sanitäranlagen. Es war das erste Wohngebäude in Buenos Aires mit zentraler Klimaanlage. Corina Kavanagh besaß lange Zeit im 14. Stock die größte Wohnung, die ein ganzes Stockwerk einnimmt. Die Anerkennung kam früh: 1936 erhielt das Haus den Städtischen Preis für Mehrfamilienhäuser und Fassaden, drei Jahre später zeichnete das American Institute of Architects seine Fassade aus. 1994 nahm die American Society of Civil Engineers es in die Liste der historischen Bauingenieur-Denkmäler auf, 1999 erklärte es die argentinische Regierung zum Nationalen Historischen Monument.

Wissenswertes über das Kavanagh-Gebäude

  • Einer Legende nach entstand der Turm aus Rache: Corina Kavanaghs Tochter habe sich in einen Sohn der Familie Anchorena verliebt, die die Verlobung ablehnte, weshalb das Haus den Blick vom Palast der Anchorena auf die Basilika des Heiligsten Sakraments versperren sollte. Die deutschen und portugiesischen Quellen halten die Geschichte für nicht haltbar, etwa weil die Stifterin der Kirche 1920 starb.
  • Es hat weder Garagen noch eine Gegensprechanlage: Jeder Besucher muss an der Rezeption angemeldet werden, die telefonisch in der Wohnung nachfragt.
  • In einer Umfrage der Zeitung Clarín unter 600 Nicht-Architekten wurde es 2013 zum schönsten Gebäude von Buenos Aires gewählt.
  • 1934, noch während der Bauarbeiten, wurde an der oberen Fassade für den Eucharistischen Kongress ein mehrgeschossiges weißes Kreuz angebracht.
  • Eine nach Corina Kavanagh benannte Gasse trennt es vom Hotel Plaza.
  • Von den Dachterrassen bieten sich Ausblicke auf Fluss, Parks und Stadt.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Das Kavanagh-Gebäude ansehen

  • Es ist ein Wohnhaus, und die Quellen erwähnen keine Besichtigungen des Inneren: am besten bewundert man es von der Plaza San Martín und der Calle Florida aus.
  • Achten Sie darauf, wie der Turm zurückspringt und wie sich die prismatischen Baukörper nach oben verjüngen, ganz ohne Fassadenschmuck.
  • Ganz in der Nähe liegen der Palacio Paz, der Palacio San Martín und das Estrugamou-Gebäude, weitere markante Bauten von Retiro.
  • Rund um den Platz lässt sich die rationalistische Architektur des Kavanagh mit den Palästen im französischen Stil der Umgebung vergleichen.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Kavanagh-Gebäude

Fotos: Kavanagh-Gebäude

Hochhaus aus den 1930er-Jahren in Buenos Aires: das Kavanagh-Gebäude
Das Kavanagh-Gebäude von der Plaza San Martín in Retiro aus gesehen
Das Kavanagh-Gebäude zwischen anderen Bauten in Retiro

Fragen

Was ist das Kavanagh-Gebäude in Buenos Aires?

Ein 120 Meter hohes Wohnhochhaus, 1936 im Stadtteil Retiro eröffnet und als Beispiel für Rationalismus und Art déco geltend. Bis 1947 war es das höchste Gebäude Lateinamerikas.

Wo liegt das Kavanagh-Gebäude?

An der Calle Florida 1065, gegenüber der Plaza San Martín, in Retiro.

Wer hat das Kavanagh-Gebäude gebaut?

Corina Kavanagh gab es in Auftrag, das Büro Sánchez, Lagos y de la Torre entwarf es, der Ingenieur Rodolfo Cervini baute es, die Tragstruktur stammt von der Firma E.A.C.A.

Kann man das Kavanagh-Gebäude von innen besichtigen?

Es ist ein Wohnhaus mit 105 Wohnungen, und Besucher müssen an der Rezeption angemeldet werden; die Quellen nennen keine touristischen Besichtigungen, daher bewundert man es vor allem von der Straße.

Stimmt die Legende von Corina Kavanaghs Rache?

Die Quellen stellen sie als Legende dar, und mehrere widerlegen sie mit Daten: Die Stifterin der Basilika starb 1920, vierzehn Jahre vor Baubeginn.

Welche Auszeichnungen erhielt das Kavanagh-Gebäude?

Den Städtischen Preis 1936, einen Fassadenpreis des American Institute of Architects 1939, den Status als historisches Bauingenieur-Denkmal 1994 und als Nationales Historisches Monument 1999.

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